Ausstellerportrait: Singende Krankenhäuser e.V.

Singende Krankenhäuser e.V.
Singende Krankenhäuser e.V.

Die DVD „Krebs – Singen ist Leben“, stellt in ihrem 13-minütigen Film Menschen vor, die sich auf den Weg gemacht haben, ihre eigene (Sing-)Stimme zu finden und zu stärken. Der Film von Christine Kostrzewa zeigt, dass man sich vielfältig und unterschiedlich dem Singen nähern kann und dabei nicht nur die Kraft der eigenen Stimme (wieder) findet, sondern manchmal auch sich selbst! Realisiert wurde der Film im Auftrag der Frauenselbsthilfe nach Krebs Landesverband NRW in Kooperation mit der Deutschen ILCO Landesverband NRW unter Mitwirkung des Netzwerkes Singende Krankenhäuser e.V. und unter der Schirmherrschaft des NRW Gesundheitsministeriums. Die DVD kann in unserem Webshop erworben werden.

Außerdem haben wir hier noch einen Erfahrungsbericht eines Mitglieds eingestellt, das als Betreuungskraft und Singleiterin in einem Hamburger Altersheim arbeitet. Die letzten Wochen hat Melanie Wilde in einem corona-infizierten Heim fast nonstop gearbeitet und außergewöhnlich viele Menschen beim Sterben begleitet. Die Innensicht dieser intensiven Tage teilt sie uns hier mit und vor allem auch, wie sehr Musik und das Singen im Sterbeprozess ihr bei ihrer schweren Arbeit geholfen haben.

Singende Krankenhäuser e.V. ist ein internationales Netzwerk zur Förderung des Singens in Gesundheitseinrichtungen. Unsere Vision ist ein Gesundheitswesen, in dem den Menschen die heilsame Wirkung des Singens erlebbar und zugänglich gemacht wird. Zahlreiche Forschungen und Studien belegen die vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen des Singens auf Körper, Geist und Seele. Wir bilden aus und engagieren uns für die Integration von Singangeboten zur Krankheitsbewältigung und Gesundheitsförderung in sämtlichen Einrichtungen des Gesundheitssystems und Initiativen der Gesundheitsversorgung.

Mit dem Zertifikat zum Singleiter/zur Singleiterin können sich neue Wege eröffnen, sich heilsam ins bestehende Gesundheitssystem einzubringen. Singen als Kulturgut und Resilienzkraft kann ebenso störungsorientiert wie ressourcenstärkend bei jeder Art von Beeinträchtigung oder Krankheit einbezogen werden – auch am Ende des Lebens, um einen würdigen Abschied zu gestalten und singend oder tönend Sprachlosigkeit zu überwinden. Gesundheitseinrichtungen, in denen Singen gefördert und therapeutisch angewendet wird, zertifizieren und vernetzen wir in engagierter Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben auch zwei Singende Hospize als Mitglieder in unseren Reihen.

Wir bieten auch speziell zum Thema Leben und Tod ein Modul am 30.10. - 01.11.2020 in Zell am Main an: „Singen mit Sterbenden und Trauernden“. Denn Singen kann eine Brücke sowohl für den Sterbenden als auch zu dem Verstorbenen, den Mitrauendern wie auch zu den eigenen Gefühlen schaffen. Die heilsamen, tröstlichen Lieder können dem Unsagbaren Ausdruck geben, Verbundenheit schaffen und die Trauer verarbeiten helfen. Hier mehr Infos zum Modul.

 

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