„Kommunikation ist mehr als Worte“ – Der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit als Beispiel für die Komplexität von Kommunikation am Lebensende

Livestream Raum „Feldberg“
Freitag 14:30 - Freitag 15:15

Kittelberger: Kommunikation ist mehr als Worte
  • Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie (DGfP)
  • Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Supervision (DGSv)
  • Mitglied der Internationale Gesellschaft für Gesundheit und Spiritualität (IGGS)
  • Mitglied im Evangelischen Fachverband für End-of-Life-Care der Diakonie Bayern
In der Begegnung mit Menschen, die am Ende ihres Lebens angelangt sind, erfahren wir besonders deutlich: Kommunikation meint mehr, als mit Worten zu reden. Exemplarisch zeigt sich dies, wenn Menschen sich entschließen, auf Essen und Trinken zu verzichten. Schon in der Wahl des Begriffs stoßen wir auf Hürden, die mit der existentiellen Dichte dieser Situation zusammenhängen. Die euphemistische Fehldeutung des Vorgangs als „Sterbefasten“ offenbart die ganze Hilflosigkeit. Die für jede Kommunikation heilsame Empathie wird auf eine harte Belastungsprobe gestellt, wenn es gilt, Menschen in Todesnähe zu begleiten. Alle Beteiligten werden auch zu Betroffenen: Ärzte, Angehörige, Pflegende, Hospizbegleiter und manch andere. Einfühlung und Zuwendung sind dann schwierig, wenn Endlichkeit uns anrührt und Dilemmata uns verunsichern. Sich darüber hinwegmogeln zu wollen, beschädigt die helfende Beziehung. Ein achtsam ausbalanciertes Wechselspiel von Nähe und Distanz ist nötig, wenn Kommunikation am Lebensende gelingen will.

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