„Miteinander sprechen statt tabuisieren“ – Suizid beim Namen nennen

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Freitag 12:15 - Freitag 13:00

Pfister: Miteinander sprechen
Gründungs- und Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins TREES of MEMORY e.V. Leitet die 1. Anlaufstellen des Vereins Führt Vorträge des Vereins zum besseren Verständnis der erschwerten Trauer nach Verlust durch Suizid und der Suizidprävention durch Durchführung von Workshops für Polizei, Rettungskräfte und Notfallseelsorger zum Thema „Einfühlsamer Umgang mit Hinterbliebenen nach Suizid und was tun, wenn Helfer selbst in seelische Not geraten“
Wenn ein Angehöriger durch Suizid aus dem Leben scheidet, ist danach nichts mehr, wie es zuvor war. Die Betroffenen sind hilflos einem Sturm an Gefühlen und Empfindungen ausgesetzt und die ständige Frage nach dem WARUM ist ebenso präsent wie das Schuldgefühl, Selbstvorwürfen und schwindendes Selbstwertgefühl, möglicherweise auch Scham. Sie sind häufig Vorwürfen ihrer Mitmenschen ausgesetzt und müssen sich oftmals überlegen, wem gegenüber sie die Todesursache erwähnen oder nicht. Noch immer ist Suizid ein Tabu. Umso wichtiger ist die Aufklärung, dass es nicht immer der „frei gewählte“ Tod ist, sondern ca. 90% der Suizidenten zuvor oftmals über Jahre an einer psychischen Erkrankung litten. Und dass die Angehörigen nicht stigmatisiert werden sollten, sondern Raum und Menschen brauchen, um das Geschehene beim Namen nennen zu dürfen.

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