„Im Feldzug gegen Corona“ – welche Bedeutung hat Sprache in dieser Krise?

Isabella Buck (M.A.) studierte Angewandte Sprachwissenschaft, Germanistik und Medienwissenschaft in Bonn und Münster. Seit 2018 promoviert sie aus einer linguistisch-gesprächsanalytischen Perspektive zur Kommunikation auf der Palliativstation. Für ihre Dissertation erhob sie auf einer süddeutschen Palliativstation über 800 Gespräche zwischen ÄrztInnen/PflegerInnen und PatientInnen. Auf dieser Grundlage stellt sie einen Vergleich zwischen pflegerischem und ärztlichem Sprechen mit PatientInnen an und untersucht in diesem Rahmen beispielsweise, welche Strategien Pflegekräfte und welche Strategien ÄrztInnen einsetzen, um die Bedürfnisse der PatientInnen in Erfahrung zu bringen.
Isabella Buck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kommunikation in der Palliativmedizin: Pflegerisches und ärztliches Sprechen mit PalliativpatientInnen“ und zudem Dozentin an der Universität Münster, wo sie in der Germanistik u.a. Seminare zur Kommunikation im Gesundheitsbereich gibt. Daneben bietet sie Kommunikationsworkshops für ÄrztInnen im Praktischen Jahr an und ist außerdem ehrenamtlich beim Ambulanten Hospizdienst des Johannes-Hospizes Münster tätig.

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Kommentare (7)

  • Konrad Lappe

    08 Mai 2020 at 09:23 | #

    Vielen Dank für Ihre Gedanken. Die militär. Sprachwendungen waren mir auch negativ aufgefallen, Sie haben das gut auf den Punkt gebracht. Das Sprach-Beispiel der dän. Königin finde ich sehr hilfreich.

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    • Isabella Buck

      08 Mai 2020 at 10:02 | #

      Vielen Dank für Ihr positives Feedback, Herr Lappe!

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  • Sylvia Hey

    09 Mai 2020 at 10:59 | #

    Ganz herzlichen Dank für diesen kleinen wunderbaren Beitrag. Für mich ist die achtsame Sprache nicht erst jetzt in dieser veränderten Welt ein Thema gewesen, sondern schon immer, Sprache kann berühren, verletzten, erniedrigen, trösten, bereichern und vieles mehr - es ist ein unglaublich kostbarer und wertvoller Teil im Miteinander von Herz zu Herz - so wünsche ich mir, dass wir alle achtsamer mit Sprache umgehen.

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  • Claudia Dennemark-Effert

    09 Mai 2020 at 15:02 | #

    Wunderbar und Großartig!
    Sprache hat solche Kraft und Möglichkeit, um z.B. Situationen, Gefühle und Einstellungen in eine Richtung zu verändern die voller Ressourcen ist und uns Menschen gut tut.
    Danke dafür, dass Sie es angesprochen haben.

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  • Charlotte Clemen

    13 Mai 2020 at 15:21 | #

    Vielen Dank für Ihre deutlichen Hinweise zu unserer Sprache und deren Benutzung:
    da möchte ich doch noch bewußter hinschauen!
    Schließe mich also meinen Vorschreiberinnen an.

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  • B.R.

    14 Mai 2020 at 08:30 | #

    Vielen Dank für diesen Beitrag und besonders für die letzten Gedanken!
    Das "social distancing", das als Begriff nun auch seinen Platz im allgemeinen Sprachgebrauch gefunden hat, muss ein bewusstes Gegengewicht finden!
    Denn eine räumliche Distanzierung darf eben nicht eine innere Distanzierung oder gar Sprachlosigkeit zur Folge haben.
    Vo daher fand ich es besonders schön, dass auf die rückblickende mögliche Erinnerung hingewiesen wird, die mit einer Sprache die duch Wärme und Nähe charkterisiert und erinnert werden könnte.
    Danke :-)

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    • Isabella Buck

      29 Mai 2020 at 13:01 | #

      Ganz herzlichen Dank für das positive Feedback, über das ich mich natürlich sehr freue!

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