Sprache – der Worte – der Berührung

Kalberg, Ulla: Klopftechnik
Ulla Kalberg

In der Palliativ- und Hospizarbeit geht es um die großen Themen unseres Lebens – sowohl als betreute Menschen als auch als Begleiter.

Es kann viel zur Entlastung beitragen, wenn wir wohlüberlegte und respektvolle Worte finden für das was ist, und uns dabei als Begleiter im Sinne von Papst Franziskus „vor dem heiligen Boden des anderen … die Sandalen von den Füßen … streifen“, ganz uneitel und achtsam.

Es gibt jedoch Momente, Zeiten, wo auch das behutsamste Wort zu viel wäre. Denn jedes Wort schafft Bilder. Aber wo ein Mensch schon sehr aufgewühlt ist, braucht er keine weiteren Anregungen, sondern Balance, Stabilität, bei sich ankommen statt außer sich zu sein.

Andererseits ist Sprache manchmal nicht genug.

Sprache allein erreicht uns in den 10 - 15 %, die unser Bewusstsein ausmacht. Aber wir haben so vieles erlebt und im Körper abgespeichert ein Leben lang.

Im Körper, der Träger unseres Unbewussten ist. Hier hilft es, wenn wir zur Sprache der Worte die Sprache der Berührung hinzunehmen. Wenn wir anklopfen an ausgewählten Punkten der Traditionellen Chinesischen Medizin – oder noch sanfter sie massieren - um so liebevoll und behutsam dem näher zu kommen, was uns ganz macht.

Uns und den Anderen.

Ulla Kalberg

  • Diplom- und Gesundheitspädagogin
  • Körpertherapeutin nach Elsa Gindler, Charlotte Selver und Marianne Fuchs (Funktionelle Entspannung)
  • Lehrerin für Meridian-Klopftechniken

Schwerpunkt: Alltagstaugliche Selbsthilfetechniken in der Psychohygiene und (fast) überall sonst im Leben.

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Kommentare (1)

  • Charlotte Clemen

    12 Mai 2020 at 10:09 | #

    sehr ansprechend und praxisorientiert: vielen Dank dafür!

    Antworten

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